ANTAGONIZERS ATL ON THE ROAD: TOUR TAGEBUCH, IRLAND PART # 2!

ANTAGONIZERS ATL ON THE ROAD: TOUR TAGEBUCH, PART # 2!

Heute mit den letzten Impressionen aus Irland, das STEELMOBIL Mit den ANTAGONIZERS ATL hat mittlerweile wieder deutschen Boden unter den Rädern und nähert sich gerade Münster: 

“Wir übergeben an Thomas Lockenkopf: „2. Tourtag in Cork im legendären Fred Zeppelins Pub. Erinnert mich ein wenig an eine Venue in der ich mal vor 12 Jahren mit Halbstarke Jungs und Red Alert in Manchester war. Unten das Pub, kuschelig warm und gemütlich. Und dann die Wendeltreppe ab hoch in die erste Etage, wo man einen kleinen feinen Konzertraum vorfindet. Ein bisschen Chaos, eine gute PA und 50 Musikfanatiker. Mehr braucht es nicht für einen gemütlichen und Sau guten Freitag Abend um die Woche anzuschütteln. Es ist auch immer wieder erstaunlich wie viele gute lokale Bands es weltweit gibt, die niemals ihre Stadt verlassen werden. Es ist so schade um das verschwendete Potential. Antagonizers ATL der amerikanische Exotenbonus ist eine Garant des heutigen Abend für die ausgehungerte Moite aus Skins, Punks und Metalheads… United ist überall die Devise in Irland!

Jetzt kommen wir zu einem Thema, was mir immer sehr wichtig ist auf Reisen. Was die ganze Sache für mich immer abrundet. Die Sozialstudie! Also die Iren, sind ein sehr sehr nettes zuvorkommendes Volk. Das Allgemeinwohl liegt hier an aller erster Stelle. Der nette, überfreundliche und höfliche Umgang untereinander kann einen mauligen Ostdeutschen schon echt erschlagen. Ein Lächeln gibt es in jedem Gesicht immer gratis oben drauf. Selbst bei den Obdachlosen und Bettlern, wenn du kein Geld für sie hast, bekommst du ein nettes ‚Thanks Man, Take care my friend‘ hinterher gerufen. Es ist mir mehrmals im Supermarkt passiert, dass ich keine Clubkarte der Supermarktfiale hatte, was ja normal ist. Da wurden keine Mühe gescheut seitens der Kassierer und den anderen Kunden, dass andere Karten für mich durchgezogen wurden damit ich 1-2 Euro sparen kann. Du wurde mal schnell extra für mich durch den Supermarkt gerannt. Unvorstellbar in fucking Brandenburg, wo gefühlt jeder sich selber der nächste ist. Oft schaue ich diesen Iren und alles was sie umgibt hinterher, vergrabe mich in meiner Fantasie und denke… vielleicht sind das doch ein paar verwunschene Trolle mit Zauberkraft…”

“Da denkt man, YES!… Tag 3 auf der Tour in Dublin. Big City! Big Scene! Big Anywhy! Und dann das! Schöne versteckte DIY Show in der ersten Etage eines Pubs. Hätte auch 1998 in Kieselwitz (Brandenburg) im Jugendclub genauso stattfinden können. Nur das Publikum ist hier heute gute 27 Jahre später dementsprechend viel viel älter als aus diesem besagten Tag im Jahre 1998. Das gute ist, ich war an beiden Abenden dabei und bereue keine einzigen zwischen diesen beiden Shows immer aktiv in dieser Subkultur gewesen zu sein. Sonst wäre ich wohl wahrscheinlich auch nicht heute hier. Das hat was. Auch DIY kann mit würde altern ohne seinen eigenen Charme zu verlieren und macht solch einen Tourihotspot wie Dublin umso sympathischer. Wo viel Schatten ist, ist auch immer viel Licht!”

“Nachdem er einmal fast im Schlagzeug lag, dachten die anderen wir grabschen ihm mal an den Arsch

…und immer schön die Hände weg von fremden Ärschen!”

„Waterford, schöne Stadt am letzten Ende von Irland… Gefühlt laufen hier nur Verbrecher und Mörder rum. 10.000 mal lebenslänglich auf einem Haufen… da fühlt man sich gleich wohl und angekommen… Meth ist hier anscheinend das ganz große Ding hier…

… und ich hatte das richtige Gespür heute Nachmittag in dieser Stadt. Ein sozialer Brennpunkt ist immer der beste Nährboden für gute bodenständige Subkultur. Harry der Besitzer von Luca Records veranstaltet heute diese Show in seinem Plattenladen. So wie draußen schon am Schaufenster steht…. Vinyl + Skate + Coffee ist die ideale Grundvoraussetzung für Subkultur. Da haben wir es wieder, alle guten Dinge sind immer Drei! Ryan betreibt neben dem Plattenladen hier in der Stadt noch mit seiner Frau ein veganes Restaurant. Er meinte Fish & Chips kann jeder kochen. Das ist kein Hexenwerk! Irgendwann verbannte ihn seine Frau aus dem Restaurant und nun lebt er (mit seinen eigenen Worten ausgedrückt) mit diesem Laden seine Midlife-Crisis aus. Not Bad! Ich könnte mir schlimmere Sachen vorstellen. Da die Leute, die hier leben eher zur Arbeiterklasse und den schlechter Verdiener im Land zählen, bietet er Ihnen mit den Konzerten in seinem Laden einen guten fairen Zugang zur gelebten weltweiten subkulturellen Livemusik…Dabei wird er im Laden sehr gut von Ryan unterstützt, der auch Herausgeber des Boots & Ballads Fanzine ist… Dafür gibt es 10/10 Punkte aus Eisenhüttenstadt und ein ❤️ obendrauf …

… gestern Abend um halb 10 fuhren wir von der Fähre runter. Die Jungs schliefen gleich 5 Minuten später und ich spendete meine Zeit beim Fahren mit gutem Trash im Radio. Wir fuhren in die Dunkelheit hinein und ließen Frankreich, Belgien und Holland hinter uns auf dem Weg nach Deutschland und immer der Sonne entgegen, die ja bekanntlich nur im Osten aufgeht. Früh morgens in Braunschweig angekommen, ab in’s Bett. Doch wer einmal ein Early Bird ist, bleibt das ein Leben lang und so fuhr ich erstmal gegen Mittag mit meinem Freund Billy das Auto waschen und volle Kanne endlich Sommer! PMA lässt grüßen…”

“Schön meinen Bruder Droopy aus Texas auf Tour wieder zu treffen. Das letztes Mal als wir uns sahen, bewunderten wir gemeinsam in Paris in einem Keller Schrauben, die älter als Amerika waren. Er ist gerade mit The Slugger unterwegs!“

Hier nochmal der Tourflyer mit den letzten Gigs:

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